Subway Studies

Die Stadtbahn ist ein Nicht-Ort. Bahnfahren eine passive Tätigkeit. Man nimmt die Bahn, um von einer Tätig-keit zur nächsten zu gelangen. Die Zeit, die hier verstreicht, wird qualitativ als bedeutungslose Zeit betrachtet. Die Fahrt selber wird zu einem Leerraum zwischen Terminen. Reine Fremdbestimmung.

In der Bahn beobachte ich oft Menschen, die wirken, als wären sie gern woanders. Alle blicken gebannt auf ihr Smart-phone, oder aus dem Fenster. Niemand spricht. Es erscheint, als wollten sie die Anwesenheit anderer Fahrgäste um sich herum völlig ausblenden.

Mit dem Projekt Subway Studies möchte ich diesen leeren Raum mit einer eigenen Bedeutung füllen. Ich suche die Begegnung, statt sie zu vermeiden. Die Zeit in der Bahn nimmt jeden Tag so viel Zeit in Anspruch, dass ich diese nicht passiv an mir vorüber ziehen lassen möchte. Viel lieber mache ich das Bahnfahren zu einer aktiven Zeit und halte die Menschen, die mir begegnen in schnellen Skizzen fest.